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Europa-Tour für Freiwilligentätigkeit: Feuerwehr aktiv

Aktionen in Berlin zum Europäischen Jahr / Rückblick: DFV-Kongressmodul

Berlin – Freiwillig. Etwas bewegen! – unter diesem Motto steht das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit zur Förderung der aktiven Bürgerschaft (EJF 2011), an dem sich auch der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) beteiligt. Ziele sind unter anderem die europaweite Anerkennung von Freiwilligentätigkeit und die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement in der EU. Als greifbare Aktion und verbindendes Element findet eine interaktive Freiwilligentour durch ganz Europa statt, die aktuell am Potsdamer Platz in Berlin gastiert.

Organisiert durch den Landesverband der Freiwilligen Feuerwehr Berlins, präsentierte die Freiwillige Feuerwehr Weißensee mit dem fachgerechten Zerschneiden eines Unfallwagens einen Teil des breiten Aufgabenspektrums der Feuerwehr. Am Stand der Berliner Feuerwehr konnten sich die interessierten Besucher – Berliner und Touristen aus der ganzen Welt – über die Arbeit der Feuerwehrangehörigen informieren. Die Tour besucht im Laufe des Jahres die Hauptstadt jedes Mitgliedstaats und bietet jeweils für durchschnittlich eine Woche Raum und Zeit für Aktivitäten rund ums bürgerschaftliche Engagement.

DFV-Aktionen: Bundesfachkongress-Modul und CTIF-Tagung

„Die Unterstützung einer besseren Vernetzung der Akteure in Deutschland und Europa sowie ein regelmäßiger Dialog zum bürgerschaftlichen Engagement auf EU-Ebene sind für uns wichtig“, erläutert der zuständige DFV-Vizepräsident Ralf Ackermann. Im Rahmen des EJF 2011 organisierte der Deutsche Feuerwehrverband weitere Aktionen zur Umsetzung der national gesetzten Schwerpunkte:

Ein Modul des 1. Bundesfachkongresses des DFV zum Berliner Abend befasste sich mit dem Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit und den Facetten des ehrenamtlichen Engagements. Die Referenten aus ganz Deutschland und der Schweiz stellten Konzepte zur Nachwuchsgewinnung und langfristigen Einbindung neuer Feuerwehrangehöriger in allen Altersgruppen vor.
Vertreterinnen und Vertreter von Feuerwehrverbänden aus zehn Ländern trafen sich bei der Sitzung der Arbeitsgruppe „Freiwillige Feuerwehr“ des Weltfeuerwehrverbandes CTIF zum Austausch über verschiedenste Aspekte des ehrenamtlichen Feuerwehrwesens in Frankfurt. Die Arbeitsgruppe wurde 2007 gegründet, um Wege zur Gewinnung ehrenamtlicher Kräfte zu finden und sich über die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren für das Feuerwehr- und Rettungswesen der Länder auszutauschen. Der DFV ist von Beginn an eines der treibenden Mitglieder der Arbeitsgruppe, die unter der Leitung des Französischen Feuerwehrverbandes steht.


Quelle: Deutscherfeuerwehrverband e.V.



DFV und Deutscher Wetterdienst schließen Kooperation

Präsidenten Kröger und Adrian unterzeichnen Vertrag bei Bonner Kongress

Berlin – Zum Auftakt des 7. Europäischen Bevölkerungs- und Katastrophenschutzkongresses unterzeichneten gestern der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Bonn Bad Godesberg einen Kooperationsvertrag. Der Vertrag beinhaltet auch den Zugang zu exklusiven Online-Angeboten des DWD. So bekommen die regionalen Leitstellen und die Berufsfeuerwehren über ein speziell eingerichtetes Feuerwehr-Wetterinformationssystem (FeWIS) im Ernstfall wichtige Prognosen für ihre Einsatzplanung bei Orkanen, Schneestürmen, Hochwasser- oder Waldbrandgefahren sowie anderen wetterbedingten Katastrophen.

Wichtiger Beitrag zur Daseinsvorsorge in Deutschland

Die Kooperationsvereinbarung beschreibt zentrale meteorologische und klimatologische Leistungen für den Brand- und Katastrophenschutz. DFV-Präsident Hans-Peter Kröger kommentierte: "Extreme Wetterereignisse fordern die Feuerwehren immer mehr. Der DWD hat mit dem Warnsystem FeWIS neue Vorhersageformen entwickelt, die uns eine bessere Einsatzvorbereitung und -koordination sowie die gezielte Information der Bevölkerung ermöglichen. Wenn sich etwa für das Einzugsgebiet der Elbe Dauerniederschläge ankündigen oder ein Orkan auf Deutschland zusteuert, müssen wir schnell reagieren können. Die Zusammenarbeit von Feuerwehren und DWD ist ein wichtiger Beitrag zur Rettung von Menschenleben und Sachwerten."

Der Präsident des DWD, Prof. Dr. Gerhard Adrian, betonte: "Der Deutsche Wetterdienst und der Deutsche Feuerwehrverband ziehen bei der Katastrophenvorsorge in Deutschland an einem Strang. Ich freue mich, dass unsere Partnerschaft mit diesem Kooperationsvertrag weiter ausgebaut wird. Das Single-Voice-Prinzip ist dabei ein wichtiger Baustein der Daseinsvorsorge in Deutschland. Davon profitieren alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes in den jeweiligen Einsatzgebieten der Feuerwehren."

Aktuelle Wetterinformationen und Unwetterwarnungen

Zu den meteorologischen und klimatologischen Leistungen des DWD für den Brand- und Katastrophenschutz gehören außer Unwetterwarnhinweisen auch die Bereitstellung spezieller Wetterinformationssysteme mit Radarbildern im Fünfminutentakt, Wetterprognosen, beispielsweise zu großflächigen Schadstoffausbreitungen, sowie die Beratung des DFV in allen meteorologischen und klimatologischen Fragen.

Über den Deutschen Feuerwehrverband

Der Deutsche Feuerwehrverband vertritt die Interessen der mehr als 1,3 Millionen Menschen in Freiwilligen Feuerwehren, Berufs- und Werkfeuerwehren sowie den Jugendfeuerwehren Er arbeitet für zukunftsfähige Rahmenbedingungen, um ein verlässliches System schneller und kompetenter Hilfe in Deutschland zu sichern.

Über den Deutschen Wetterdienst (DWD)

Der DWD ist der nationale Wetterdienst der Bundesrepublik Deutschland. Er erfasst, bewertet und überwacht mittels flächendeckender und hochleistungsfähiger Infrastruktur die physikalischen und chemischen Prozesse in unserer Atmosphäre und betreibt zudem das nationale Klimaarchiv.

Quelle: Deutscherfeuerwehrverband e.V.



Ralf Ackermann leitet den Weltfeuerwehrverband

DFV-Vize zum Interimspräsidenten der Feuerwehrvereinigung CTIF gewählt

Berlin – Ein Deutscher leitet kommissarisch die Internationale Vereinigung des Feuerwehr- und Rettungswesens CTIF: Ralf Ackermann aus Rodgau (Hessen) wurde von den Delegierten im norwegischen Bergen bis zu regulären Wahlen im kommenden Jahr einstimmig zum Interimspräsidenten gewählt. Der 53 Jahre alte Verwaltungsdirektor ist Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Seit 2003 hatte er diese Funktion auch beim CTIF inne.

Ralf Ackermann ist als Kreisbrandinspektor Leiter des Gefahrenabwehr- und Gesundheitszentrums des Kreises Offenbach. Beim Deutschen Feuerwehrverband fungiert er als Ständiger Vertreter von Präsident Kröger. Ackermann verantwortet die internationale Arbeit des DFV, insbesondere bei der Europäischen Union in Brüssel. Er engagiert sich vielfältig für den Aufbau Freiwilliger Feuerwehren zum Beispiel in Griechenland und pflegt Kontakte zu zahlreichen Staaten im CTIF – auch in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium des Innern. Ein Beispiel dafür ist unter anderem das Zusammenwirken mit der Führung des russischen Katastrophenschutzministeriums EMERCOM.

Das CTIF ist die internationale Fach- und Interessenvertretung von rund fünf Millionen Feuerwehrleuten in 39 Staaten, insbesondere in Europa, den USA und Russland. Der Verband wurde 1900 in Paris gegründet und trägt den französischen Namen Comité Technique International de Prévention et d’Extinction du Feu. Sein Permanentes Büro befindet sich beim DFV in Berlin.

Der bisherige CTIF-Präsident Walter Egger (66) aus Adlikon (Schweiz) war ein Jahr vor Ablauf seiner zweiten Wahlperiode aus gesundheitlichen Gründen von dem Amt zurückgetreten; er wurde in Norwegen zum Ehrenpräsident ernannt. Egger hatte sich zuvor bereits als Generalsekretär und als Schatzmeister im Weltfeuerwehrverband engagiert.

„Wir danken Walter Egger sehr für sein langjähriges Wirken im Dienste des Feuerwehrwesens. Ralf Ackermann wünschen wir Erfolg und eine glückliche Hand bei der Leitung dieser traditionsreichen und starken Gemeinschaft“, sagt DFV-Präsident Hans-Peter Kröger.

Quelle: Deutscherfeuerwehrverband e.V.



9/11: Solidarität mit US-Feuerwehren lebt weiter

Ausbildungsfonds unterstützt Kinder von New Yorker Einsatzkräften

Berlin – Zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September trägt die Solidaritätsaktion der deutschen Feuerwehren in New York weiter Früchte: Sieben junge Frauen und ein junger Mann werden aktuell aus einem Fonds unterstützt, der den Kindern von New Yorker Feuerwehrleuten Stipendien für das Studium gewährt. „Diese Kameradschaftshilfe ist Herzenssache für uns“, sagt Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Mehr als eine Million Euro hatten die deutschen Feuerwehren nach den verheerenden Terroranschlägen über die DFV-Stiftung „Hilfe für Helfer“ für die Familien der 343 getöteten Feuerwehrmänner gesammelt. Weitere 230.000 Euro flossen in das „City of Berlin Scholarship“ der Checkpoint Charlie Stiftung in Berlin. Dieser Fonds trägt Studiengebühren für Kinder von Feuerwehrleuten, die beim Einsatz in den Trümmern des zerstörten World Trade Centers schwer erkrankten und berufsunfähig wurden.

Die acht Studentinnen und Studenten im Alter von 20 bis 22 Jahren haben zum Teil deutsche Vorfahren. Einige engagieren sich ehrenamtlich, etwa für Schulkinder, als Rettungsschwimmerin, im Sportverein oder im Krankenhaus. Die Stipendiaten wollen zum Beispiel Lehrer, Logopädin oder Ärztin werden. Zwei Männer und eine Frau haben ihre Ausbildung außerdem bereits abgeschlossen.

„Dieses Programm ist auch etwas Besonderes, weil es in den sehr traditionellen New Yorker Feuerwehrfamilien Anstöße für die bessere Bildung der Töchter und die Hinwendung zu akademischen Ausbildungen gegeben hat. Die Unterstützung aus Deutschland wird als kontinuierlicher Beistand und als gelebte Hilfe viel stärker wahrgenommen als etwa die staatliche Versorgung der 9/11-Opfer in den Feuerwehren“, sagt Dr. Andrea Mehrländer, Geschäftsführerin der Checkpoint Charlie Stiftung.

„Einige der jungen Menschen waren schon bei Feuerwehren in Deutschland zu Gast. Sie haben sich herzlich für unser Mitgefühl bedankt und für die Kraft und Hoffnung, die ihnen unsere Hilfe gibt. Das hat mich tief bewegt“, sagt Feuerwehr-Präsident Kröger.

Gedenkveranstaltungen und Feuerwehr-Partnerschaften

Bereits am vergangenen Wochenende hat im Rahmen eines Feuerwehr-Wettbewerbes eine Gedenkstunde am Ehrenhain bei Cottbus für die Opfer des 11. Septembers stattgefunden. Weitere regionale und örtliche Veranstaltungen der Feuerwehren stehen an. Auch gegenseitige Besuche mit amerikanischen Kollegen und Familien gehören dazu. Am Jahrestag der Anschläge wird DFV-Vizepräsident Dr. h. c. Ralf Ackermann übermorgen an einer Gedenkveranstaltung mit amerikanischen Feuerwehrleuten in Freiburg im Breisgau teilnehmen.

Nach den Anschlägen waren Partnerschaften und Solidaritätsaktionen unter anderem in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein ins Leben gerufen worden.

DFV-Präsident Kröger sagt: „Das Opfer, das unsere New Yorker Kameraden am 11. September 2001 erbracht haben, ist beispiellos in der Geschichte. Wir werden der Toten immer mit höchstem Respekt gedenken.“



Quelle: Deutscherfeuerwehrverband e.V.



Rettungsassistentengesetz: Position zur Novelle

Anforderungen der speziellen Feuerwehr-Ausbildung müssen sich widerspiegeln

Berlin – Die Feuerwehren in Deutschland erbringen einen nicht unerheblichen Teil der Leistungen in der Notfallrettung – mit fast 1.000 Rettungstransportwagen und mehr als 450 arztbesetzten Rettungsmitteln, in denen Rettungsassistenten tätig sind. Für eine Novellierung des Rettungsassistentengesetzes haben die Verbände, in denen die Feuerwehren auf Bundesebene organisiert sind, in einer gemeinsamen Stellungnahme ihre Anforderungen formuliert, die künftig Berücksichtigung finden müssen.

„Die Forderungen spiegeln zum einen die Anforderungen der speziellen Ausbildung im Feuerwehrbereich wider. Auch die enge Einbindung der Notfallrettung als Bestandteil der Daseinsvorsorge und des Feuerwehr- und Rettungswesens, wie es beispielsweise die Ereignisse des Loveparade-Unglücks in Duisburg gezeigt haben, ist berücksichtigt“, erklärt Ludwig Geiger, der im Deutschen Feuerwehrverband (DFV) für den Bereich Rettungsdienst zuständige Vizepräsident.

Der Deutsche Feuerwehrverband, die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF Bund), der Bundesverband Betrieblicher Brandschutz Werkfeuerwehrverband Deutschland (WFVD) sowie der Verband der Bundeswehrfeuerwehren (VdBwFw) deshalb zu folgenden Punkten Stellung:

Erhalt der Ausbildungsstufe Rettungssanitäter/in
Struktur der Ausbildung
Fahren von Einsatzfahrzeugen
Künftige Ausbildungsinhalte
Qualifikation der Leitung an den Rettungsdienstschulen

„Besonders wichtig ist, dass sich kommunale Berufs- und Freiwillige Feuerwehren mit hauptamtlichen Kräften, Werkfeuerwehren und die Feuerwehren der Bundeswehr auf einen gemeinsamen Standpunkt geeinigt haben, der nun in die seit Jahren währende Diskussion eingebracht werden kann“, unterstreicht DFV-Vizepräsident Geiger.

Quelle: Deutscherfeuerwehrverband e.V.


Bundesfachkongress: Digitalfunk, Web 2.0, Ehrenamt

Fortbildung und Berliner Abend im Kombipaket am 7./8. September in Berlin

Berlin – Fortbildung und Lobbyarbeit im Kombipaket gibt es beim 1. Bundesfachkongress zum Berliner Abend des Deutschen Feuerwehrverbandes: Am 7./8. September 2011 stehen in Berlin vier Fortbildungsmodule zu praxisnahen Themen aus dem Feuerwehrbereich zur Auswahl. In den Modulen „Digitalfunk zum Anfassen“, „Feuerwehr im ,Mitmachweb‘“, „Polizei und andere Partner“ sowie „Freiwillig. Etwas bewegen!“ bietet der DFV hochklassige Referenten auf. Neben einer fundierten Fortbildung können sich die Teilnehmenden auch auf politische Vernetzung und Erfahrungsaustausch freuen.

Pro Veranstaltungstag werden zwei Module angeboten, aus denen die Teilnehmer auswählen können. Am Mittwoch, 7. September, stehen von 11 bis 16 Uhr Digitalfunk und Web 2.0 auf dem Programm. Tags darauf (8. September) werden von 9 bis 14 Uhr die Module zur Polizei und anderen Partnern sowie zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit angeboten. Zielgruppe der Veranstaltung sind Führungskräfte, Funktionsträger und interessierte Feuerwehrangehörige der Feuerwehren aus ganz Deutschland.

Günstigere Teilnahmegebühr für DFV-Fördermitglieder

In der Teilnahmegebühr ist die Teilnahme am 6. Berliner Abend der deutschen Feuerwehren in der Feuerwache Tiergarten inbegriffen. Der Bundesfachkongress kostet im Komplettpaket 145 Euro pro Person. DFV-Fördermitglieder zahlen 130 Euro.

Das aktuelle Programm:
Mittwoch, 7. September 2001, 11.00 bis 16.00 Uhr, Module 1 + 2

Modul 1: Digitalfunk zum Anfassen! In Kooperation mit der Berliner Feuerwehr

Impuls: Wo steht die Einführung des Digitalfunks?

Plan trifft Wirklichkeit: Erfahrungen mit der Systemmigration
Beschaffungen: Was es zu beachten gilt!
Drei Hersteller, drei Geräte zum Anfassen
Digitaler Objektfunk – Wie funktioniert die Umstellung?
Härtetest Einsatz: Wie rund läuft es mit dem Digitalfunk?

Modul 2: Die Feuerwehr im „Mitmachweb“

Impuls: Soziale Medien verändern die Feuerwehr-Welt

Facebook, Twitter, Forum: Erfahrungen und Angebote im Web 2.0 (Stephan Fleischer, Berliner Feuerwehr)
„Online on air“: Feuerwehr-Radio im Internet (Oliver Sachse, Radio 112)
Praxis trifft Internet: Vom Forum zur Fortbildung (www.atemschutzunfaelle.eu)
„Mal eben Facebook checken“: Jugendfeuerwehr im Internet (Nils Berthold, Lauffeuer online)


Donnerstag, 8. September 2011, 9.00 bis 14.00 Uhr, Module 3 + 4

Modul 3: Polizei und andere Partner: Besonderheiten im Einsatz

Impuls: Partner mit unterschiedlichen Rollen – Wie weit darf Zusammenarbeit von Polizei und Feuerwehr gehen?

Der besondere Einsatz: Amoklauf von Winnenden, „Brennt Munitionsdepot in Kaserne“
Ermittlungspflicht des Unfallversicherungsträgers
Brandursachenermittlung braucht die Feuerwehr
Strukturreform der Bundeswehr: Auswirkungen auf die Zusammenarbeit
Einsatzpraxis: Führungsorganisation der Polizei
Bunte Leitstellen: Erste Erfahrungen


Modul 4: Freiwillig. Etwas bewegen! Europäisches Jahr der Freiwilligentätigkeit

Impuls: Dauerbrenner Integration – wie die Feuerwehr profitieren kann

Eine pragmatische Generation behauptet sich: Ergebnisse der 16. Shell Jugendstudie
Zum Nachahmen empfohlen: Erfolgreiches aus dem europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit
Neue Engagementformen: Feuerwehr im Ausland als bezahlter Bürgerdienst oder Teilzeitjob, Freiwilligendienste in Deutschland
Mitglieder gewinnen und halten: Konzept Ehrenamtsberater, von Rente bis Prämie, jungen Menschen den Lebensweg ebnen, Auszeichnungen richtig einsetzen


Mittwoch, 7. September 2011, 18.30 bis 22 Uhr

Berliner Abend des DFV – live im politischen Zentrum Deutschlands
Mit dem Berliner Abend bietet der Deutsche Feuerwehrverband eine Kommunikationsplattform für die Mitglieder des Deutschen Bundestages, Feuerwehr-Führungskräfte und Multiplikatoren aus den Ländern, Kreisen und Städten sowie Vertreter aus Verbänden, Wirtschaft und Wissenschaft. Der 6. Berliner Abend ist ein Sinnbild für die enge Verzahnung von Politik und Feuerwehr in Bund, Ländern und Kommunen. Der DFV hat damit eine Gesprächsplattform für die Politik mit allen Sparten des Verbandes etabliert, an der erstmals auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bundesfachkongresses teilhaben können.


Quelle: Deutscherfeuerwehrverand e.V.

Weg für den großen Feuerwehr-Führerschein ist frei

DFV am Ziel: Sonder-Fahrberechtigung für 7,5 Tonnen und Anhänger gebilligt


Berlin – Der Bundesrat hat in seiner heutigen Plenarsitzung den Beschluss des Deutschen Bundestages über den Feuerwehr-Führerschein bis 7,5 Tonnen Gesamtmasse gebilligt. „Nun ist der Weg endgültig frei für die Umsetzung in den Ländern“, freut sich Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

„Damit ist der Deutsche Feuerwehrverband am Ziel“, bilanziert Kröger. „Dies ist ein wichtiger Baustein zur Existenzsicherung vieler Freiwilliger Feuerwehren, die somit die schnelle Hilfe vor Ort weiter gewährleisten können. Der Feuerwehr-Führerschein ist eine wegweisende Unterstützung des Ehrenamtes“, erklärt der DFV-Präsident. Der Deutsche Feuerwehrverband hat hier entscheidende Impulse gegeben und war auch am „Runden Tisch“ des Bundesverkehrsministers mit Experten beteiligt.

Künftig kann es nun auch eine Fahrerlaubnis geben, die das Fahren von Fahrzeugen bis 7,5 Tonnen gestattet. Auch das Mitführen von Anhängern ist damit möglich; dies erleichtert beispielsweise den Transport von Tragkraftspritzen, Booten, Beleuchtungs- oder Verkehrssicherungselementen.

Das Gesetz tritt einen Tag nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft. Dann können die Länder im Rahmen einer Durchführungs-Verordnung die entsprechenden Voraussetzungen für den Erwerb der Führerscheine sowohl bis 4,75 Tonnen, sofern bislang nicht realisiert, als auch bis 7,5 Tonnen schaffen. Aktuell ermöglicht eine im Juli 2009 in Kraft getretene Gesetzesänderung das Führen von Feuerwehrfahrzeugen bis 4,75 Tonnen nach einer internen Ausbildung und Prüfung.

Hintergrund:

Seit dem Inkrafttreten der EU-Führerscheinrichtlinie am 1. Januar 1999 erlaubt die Fahrerlaubnis der Klasse B nur noch das Führen von Fahrzeugen bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen. Damit war die nach altem Recht gegebene Möglichkeit der Feuerwehrangehörigen entfallen, Feuerwehrfahrzeuge bis 7,5 Tonnen zu führen. Diese Entwicklung führte zu einem sich zuspitzenden Problem für die Feuerwehren, da viele Einsatzfahrzeuge in diesem Gewichtsbereich den flächendeckenden Brand- und Katastrophenschutz sicherstellen. Betroffen sind unter Einbeziehung der Hilfeleistungsorganisationen etwa 100.000 Führerscheininhaber.

Quelle: Deutscherfeuerwehrverband e.V.


DFV fördert Entwicklung Freiwilliger Feuerwehren

Feuerwehrverband in Arbeitsgruppe des Weltfeuerwehrverbandes CTIF aktiv

Frankfurt –„Das deutsche System des flächendeckenden Brandschutzes, das von Freiwilligen Feuerwehren getragen wird, kann Impulse die Bildung und Entwicklung des ehrenamtlichen Engagements in anderen Ländern geben“, berichtete Ralf Ackermann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), bei der Sitzung der Arbeitsgruppe „Freiwillige Feuerwehr“ des Weltfeuerwehrverbandes CTIF in Frankfurt. Vertreterinnen und Vertreter von Feuerwehrverbänden aus zehn Ländern trafen sich zum Austausch über verschiedenste Aspekte des ehrenamtlichen Feuerwehrwesens.

Der Weltfeuerwehrverband CTIF vertritt weltweit rund fünf Millionen Feuerwehrangehörige – davon mehr als eine Million aus Deutschland. Die Arbeitsgruppe „Freiwillige Feuerwehr“ wurde 2007 gegründet, um Wege zur Gewinnung ehrenamtlicher Kräfte zu finden und sich über die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren für das Feuerwehr- und Rettungswesen der Länder auszutauschen. Der DFV ist von Beginn an eines der treibenden Mitglieder der Arbeitsgruppe, die unter der Leitung des Französischen Feuerwehrverbandes steht. Die Tagung wurde durch den DFV organisiert und von Ralf Ackermann geleitet.

Die Themen zeugten von der Vielfalt des Weltfeuerwehrverbandes: So stellte Sergey Gruzd (Präsident Allrussischer Feuerwehrverband), die Arbeit zur Statistik über die Freiwilligen Feuerwehren vor, aus Kroatien erläuterte Zjelko Popovic (Vizepräsident Kroatischer Feuerwehrverband) die Veränderungen, die nach dem Ende des Sozialismus auf die Freiwillige Feuerwehren zukamen. Ergänzt wurden diese Ausführungen durch einen Bericht über die Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehren in Slowenien von Jože Berlec und Janez Merc (Slowenischer Feuerwehrverband).

Vertreter des Feuerwehrverbandes Frankreich befassten sich mit den möglichen Auswirkungen der EU-Arbeitszeitrichtlinie auf die Freiwilligen Feuerwehren (Jacques Perrin), der sozialen Absicherung – hier insbesondere Versicherungsschutz und Krankenvorsorge – der Freiwilligen Feuerwehrangehörigen (Michel Bour) und einem Vorschlag zu einer Datenbank über Freiwillige Feuerwehrleute (Christophe Cescut). Wie das System des Versicherungsschutzes in Polen gestaltet ist, erläuterte Tereza Tiszbierek, Vizepräsidentin des Verbands der Freiwilligen Feuerwehren Polen. Zuletzt stellte Alexander Fröschl vom Österreichischen Bundesfeuerwehrverband noch die Maßnahmen zur Mitgliederwerbung und -gewinnung in Österreich dar.

Die deutschen Gastgeber beleuchteten einige Punkte aus Sicht des Verbandes mit den meisten ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen: Gewinnung und Stärkung der Freiwilligen Feuerwehren, gesetzliche Grundlagen, Ausbildung, Nachwuchsarbeit, soziale Absicherung und Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren.

„Mit dieser Veranstaltung ist der lang gehegte Wunsch nach einer spezialisierten Arbeitsgruppe erfüllt worden“, freute sich CTIF-Präsident Walter Egger. „Das Thema Freiwillige Feuerwehr ist jetzt und für die Zukunft von großer Wichtigkeit. Durch die verschiedenen Referate und Berichte aus den Ländern ergab sich ein umfassendes Bild von der Tragweite des Themas“, lobte er die erfolgreiche Veranstaltung.

Quelle: Deutscherfeuerwehrverband e.V.


Vertrauen fördern: DFV startet Integrationsprojekt

Feuerwehrverband will Kontakte und interkulturelle Kompetenz stärken

Berlin – Kontakte fördern, interkulturelle Kompetenz stärken – dies sind Kernpunkte des „Integrationsprojekts Feuerwehr“, das der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) mit einer Auftaktveranstaltung im Juni startet. „Integration ist kein Selbstläufer! Damit sie dauerhaft gelingt, müssen wir sie aktiv fördern und unterstützen“, erklärt DFV-Vizepräsident Ulrich Behrendt.

Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds kofinanziert; für die Verwaltung des Fonds ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zuständig. Ziel des Projekts sind engere Kontakte und eine Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Migrantinnen und Migranten in den Städten und Gemeinden.

„Dies ist wichtig für das gegenseitige Verstehen der jeweiligen Standpunkte und Arbeitsweisen, für die Prävention und auch langfristig für eine ehrenamtliche Tätigkeit“, erläutert Orhan Bekyigit. Der DFV-Fachberater für Migration stand dem Deutschen Feuerwehrverband auch nach der verheerenden Brandkatastrophe mit acht Todesopfern im Jahr 2008 in Ludwigshafen zur Seite. „Wenn die Menschen aneinander vorbei reden, kann dies zu Aggressionen gegen Einsatzkräfte oder Streit um Einsatzabläufe führen“, warnt der türkischstämmige Leiter einer Werkfeuerwehr in Baden-Württemberg.

In dem zunächst auf ein Jahr angelegten Projekt sollen das Problembewusstsein bei den Feuerwehren verdeutlicht, die interkulturelle Kompetenz erhöht und Vertrauen von Migrantinnen und Migranten erworben werden. „Integration braucht die Bereitschaft, Unterschiede als Bereicherung und nicht als Mangel zu begreifen, und die Anstrengung, Teilhabemöglichkeiten für alle zu schaffen“, appelliert Vizepräsident Behrendt.

Bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 30. Juni 2011, in der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz in Berlin, sollen Beispiele guter Praxis vorgestellt, Netzwerke geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht werden. Eingeladen werden hierzu unter anderem Tandems aus Feuerwehr-Führungskräften und Feuerwehrangehörigen mit Migrationshintergrund beziehungsweise Erfahrungen mit der Arbeit mit Migrantinnen und Migranten. „Wir wollen aufzeigen, wie jede einzelne Feuerwehr Vorteile aus einer guten Integrationsarbeit ziehen kann“, wirbt Bekyigit.

Im Rahmen des Projekts will der DFV zudem Empfehlungen zur Interkulturellen Öffnung erstellen und die Strukturen der Integrationsbeauftragten an der Basis schaffen und unterstützen. Möglich sind auch Schulungen, wie sie unter Mitwirkung des DFV im Leonardo da Vinci-Projekt „Mehr Vielfalt in der Feuerwehr“ der EU entwickelt wurden. Im zweiten Schritt ist eine Feuerwehr-Jahresaktion als „Vertrauenskampagne“ angedacht.


Quelle: Deutscherfeuerwehrverband e.V.


DFM-Audioguide: Geschichten zur Geschichte

Spannende Informationen zu Exponaten im Deutschen Feuerwehr-Museum

Berlin/Fulda – Zwölf Meilensteine der deutschen Brandschutz- und Feuerwehrgeschichte werden den Besucherinnen und Besuchern im Deutschen Feuerwehr-Museum (DFM) in Fulda seit kurzem durch einen Audio-Guide erklärt. Der elektronische Museumsführer wurde mit Hilfe der Mercedes-Benz-Stiftung zur Förderung des Deutschen Feuerwehr-Museums realisiert. Er wird Einzelbesuchern und Familien auf Wunsch kostenlos zur Verfügung gestellt.

„Bei Gruppen können die engagierten Museumsführer die Geschichten einer Vielzahl an Menschen gleichzeitig erzählen. Bislang war dies bei Einzelbesuchern – vor allem ab einer gewissen Besucherdichte – logistisch einfach nicht möglich“, erklärt DFM-Museumsleiter Rolf Schamberger. „Nun können wir durch den elektronischen Museumsführer die ,Geschichten zur Geschichte‘ einem noch größeren Publikum erlebbar machen!“, bedankt sich Schamberger bei der Stiftung.

Die Audio-Guide-Führung ist als Dialog aufgebaut – und so besuchen der technisch versierte Großvater und die aufgeweckte Enkelin gemeinsam die Ausstellung in Fulda. Die Sprecher sind die Studentin Anna Tiefensee und der Schauspieler Jürgen Böhm vom Landestheater Schleswig-Holstein. Konzept und Texte wurden im DFM selbst entwickelt.

So erfahren denn die Geschichtsinteressenten beim Rundgang durch das Museum die Antworten auf die Fragen der Enkelin: „Was bewirken die Siederohre im Dampfspritzenkessel?“ „Warum ist das Berge- und Rettungsfahrzeug mit Presspappe verkleidet?“ „Wie weit kamen die Einsatzkräfte mit der Elektromobilen Drehleiter?“

Das Deutsche Feuerwehr-Museum bietet als nationales Leitmuseum der Geschichte des aktiven wie passiven Brandschutzes ein Zuhause. Wichtig ist den Fachleuten vor Ort auch die Einbettung in die Technik-, Zeit-, Kultur- und Sozialgeschichte. Weitere Informationen zum Deutschen Feuerwehr-Museum, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen gibt es online unter www.dfm-fulda.de.


Quelle: Deutscherfeuerwehrverband e.V.


Bundestag billigt Führerscheinerweiterung

2. und 3. Lesung: Parlamentarier stimmen Gesetzesentwurf zu

Der Deutsche Bundestag hat heute in zweiter und dritter Lesung abschließend dem Entwurf eines Siebten Gesetzes zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes zugestimmt. Damit hat der Feuerwehr-Führerschein bis 7,5 Tonnen eine weitere Hürde hin zur Umsetzung der bundesrechtlichen Ermächtigungsgrundlage für eine spezielle Fahrberechtigung der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren genommen. Aktuell ermöglicht eine im Juli 2009 in Kraft getretene Gesetzesänderung das Führen von Feuerwehrfahrzeugen bis 4,75 Tonnen nach einer internen Ausbildung und Prüfung. Daneben kann es künftig auch eine Fahrerlaubnis geben, die das Fahren von Fahrzeugen bis 7,5 Tonnen gestattet.

Am 27. Mai 2011 wird sich der Bundesrat abschließend mit dem Entwurf beschäftigen. Bei positivem Beschluss erfolgt abschließend die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt; das Gesetz tritt einen Tag danach in Kraft. Nach dem Inkrafttreten sind die Länder gefordert, im Rahmen einer Durchführungs-Verordnung die entsprechenden Voraussetzungen für den Erwerb der Führerscheine sowohl bis 4,75 Tonnen, sofern bislang nicht realisiert, als auch bis 7,5 Tonnen zu schaffen.

Hintergrund:

Seit dem Inkrafttreten am 1. Januar 1999 erlaubt die Fahrerlaubnis der Klasse B nur noch das Führen von Fahrzeugen bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen. Damit entfällt die nach altem Recht gegebene Möglichkeit der Feuerwehrangehörigen, Feuerwehrfahrzeuge bis 7,5 Tonnen zGM zu führen. Diese Entwicklung führte zu einem sich zuspitzenden Problem für die Feuerwehren – betroffen sind unter Einbeziehung der Hilfeleistungsorganisationen etwa 100.000 Führerscheininhaber.

Quelle: Deutscherfeuerwehrverband e.V.


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